LITTLER BEZWINGT HUMPHRIES IN EINEM EPISCHEN FINALE UND HOLT SICH DEN PREMIER-LEAGUE-TITEL ZURÜCK
Luke Littler setzte sich im wohl großartigsten Finale der Premier League aller Zeiten gegen Luke Humphries durch und sicherte sich in an einem rekordbrechenden Abend in London den Titel.
Die Nummer eins der Welt, Littler, spielte einen atemberaubenden Durchschnitt von 111,67 und warf beeindruckende 12 Maxima und triumphierte in einem bis zum letzten Leg spannenden Krimi in der O2-Arena, während Humphries bei seinem Versuch, den Titel zu verteidigen, denkbar knapp scheiterte.
Littler ging bereits beim Duell der beiden im Finale 2024 hervor als Sieger hervor während vor zwölf Monaten Humphries mit 11:8 die Oberhand behalten hatte.
Die dritte Auflage ging jedoch an Littler, der sich vom 3:6 und 5:7 zurück kämpfte und jetzt wie Phil Taylor, Michael van Gerwen und Gary Anderson ein mehrfacher Premier-League-Champion ist.

Humphries eröffnete das Finale am Donnerstag mit zwei aufeinanderfolgenden 13-Dartern, Littler konterte mit Legs von 12, 13 und 11 Darts und übernahm die Initiative.
Das Pendel schwang jedoch erneut um: Humphries glich im sechsten Leg aus, bevor er nacheinander Checkouts von 134, 112 und 121 Punkten warf und sich eine 6:3-Führung erspielte.
Die Spieler spielten weiter brillant - Littler gewann vier der nächsten fünf Legs - drei davon mit 11-Dartern und glich zum 7:7 aus bevor Humphries mit 8:7 wieder die Führung übernahm.
Littlers enorme Scoring-Power begann nun, ihre Wirkung zu entfalten. Auch wenn Humphries weiter standhielt, zauberte der Weltmeister im 19. Leg einen magischen 10-Darter und führte 10:9. Ihm fehlte nur noch ein Leg zum Sieg.
Humphries bekam noch eine unverhoffte Chance, als Littler im vorletzten Leg einen Matchdart auf die Doppel 20 verpasste. Er nutzte diese Chance zu einem 68 zwei Dart Finish und schickte das Spiel ins Entscheidungsleg. Der Titelverteidiger hatte den Wurf, aber das Spiel nahm eine weitere Wendung. Littler konnte seinen Fehler wett machen und sich mit einer Doppel 20 den Sieg in diesem außergewöhnlichen Finale sichern.
"Das war eine echte Achterbahnfahrt", meinte ein emotionaler Littler, der 2026 bereits alle drei Premier-Events der PDC gewonnen hat.
"Nach vier Wochen stand ich fast am Tabellenende; doch dann, am fünften Spieltag, holte ich meinen ersten Tagessieg.
Ich musste mich nach einigen schwierigen Phasen immer wieder aufrappeln - doch jetzt stehe ich hier mit der Trophäe!"
Humphries hatte gehofft, in die Fußstapfen von Taylor und Van Gerwen treten zu können und als erst dritter Spieler überhaupt seinen Titel in der Premier League erfolgreich zu verteidigen. In der O2-Arena lieferte er dabei eine couragierte Kampf ab.

"Luke hat ein brillantes Spiel gezeigt - Hut ab vor ihm!", erkannte ein fairer Verlierer Humphries an, der bei seiner Niederlage einen Durschnitt von fast 106 Punkten spielte.
"Ich kenne die genauen Statistiken zwar nicht, aber es war wohl eines der besten Finals, die die Premier League je gesehen hat.
Es wurmt mich natürlich, dass er diesen entscheidenden Dart auf die Doppel 20 getroffen hat, aber ich bin unglaublich stolz darauf, wie ich zurückgekämpft habe und mir den Einzug in die O2-Arena gesichert habe.
Letztendlich war es eine großartige Saison. Ich freue mich schon auf das kommende Jahr und das World Matchplay - und ich werde alles daransetzen, ihm dann wieder so dicht auf den Fersen zu sein!"
Zum ersten Mal in der Geschichte der Premier League wurden am Finalabend alle möglichen 59 Legs in der Hauptstadt ausgetragen. Littler und Humphries behaupteten sich in ihren jeweiligen Halbfinalen knapp gegen das walisische Duo Gerwyn Price und Jonny Clayton.
Littler sicherte sich mit einem packenden 10:9-Sieg über Price den Einzug in sein drittes Premier-League-Finale in Folge. Er wehrte die inspirierten Aufholjagd des Walisers ab und triumphierte in einem entscheidenden letzten Leg.
Nach einem ausgeglichenen Beginn der Partie entschied Littler fünf Legs in Folge für sich und stürmte so zu einer 9:4-Führung, ehe Price seinerseits konterte und damit den Grundstein für ein spannendes Finale legte.
Doch trotz seines Durchschnitt von 100,42 und dreier Checkouts von über 100 Punkten gelang es dem Waliser nicht, seine Aufholjagd zu vollenden - Littler sicherte sich stattdessen mit einem 14-Darter mit dem Wurf den Sieg.
Humphries hingegen drehte einen 9:7-Rückstand und verwehrte Jonny Clayton in einem weiteren epischen Halbfinale den Sieg - er überstand im Entscheidungsleg einen Matchdart seines Gegners und setzte sich so gegen den Champion von 2021 durch.
Clayton gewann nach einem 2:6-Rückstand sieben der folgenden acht Legs und schien kurz davor, einen denkwürdigen Sieg zu erringen, doch Humphries behielt die Nerven und entschied - beflügelt durch ein sauberes 121 Checkout - drei Legs in Folge für sich.
Obwohl Clayton auf denkbar bittere Weise ausschied, erhöhten seine vier Tagessiege im Verlauf der Saison sein Preisgeld von 110.000 Pfund auf insgesamt 150.000 Pfund. Price durfte sich dank seiner Tagessiegen in Antwerpen und Manchester über ein Preisgeld von 130.000 Pfund freuen.
Statistik Halbfinale
| Ave | 180s | Doubles | Player | v | Player | Ave | 180s | Doubles |
| 98,47 | 8 | 10/22 | Littler | 10:9 | Price | 100,42 | 6 | 9/19 |
| 95,86 | 8 | 9/21 | Clayton | 9:10 | Humphries | 96,16 | 6 | 10/31 |
Statistik Finale
| Ave | 180s | Doubles | Player | v | Player | Ave | 180s | Doubles |
| 111,67 | 12 | 11/25 | Littler | 11:10 | Humphries | 105,60 | 5 | 10/21 |