Heute Abend gastiert die Premier League zum ersten Mal in Antwerpen in Belgien und Luke Littler und Luke Humphries werden dort wieder einmal aufeinandertreffen.

Der AFAS Dome wird Schauplatz dieses denkwürdigen Premier League Abends sein an dem die beiden Weltranglistenersten vor 10.000 Zuschauern auf belgischem Boden gegeneinander antreten.
Littler möchte seine beeindruckende Bilanz in Belgien weiter ausbauen - er gewann in Wieze zwei European-Tour-Titel in Folge und holte sich im vergangenen Jahr in Antwerpen den Titel bei der Flanders Darts Trophy.
Der Weltranglistenerste will diese Serie gegen seinen großen Rivalen Humphries fortsetzen - in einer Neuauflage ihres epischen Finales beim Winmau World Masters Anfang des Monats.
Littler schied am vergangenen Donnerstag in Newcastle im Viertelfinale gegen Gian van Veen aus, ist aber zuversichtlich, in den kommenden Wochen zurückzuschlagen.
"Meiner Meinung nach ist jede Bühne anders", sagte Littler, der in der Saison 2025 mit sechs Tages Siegen einen Rekord aufstellte.
"Ich stehe nicht unter Druck und muss mir auch keinen Druck machen.
Ich weiß, ich habe am ersten Abend gegen Gian verloren, aber letztes Jahr habe ich auch am ersten Spieltag gegen Michael van Gerwen verloren.
Es sind noch 15 Wochen zu spielen, solange ich unter die ersten Vier komme, ist das alles, was zählt."
"Es fühlt sich jetzt alles real an; ich freue mich riesig darauf", sagte die Nummer drei der Weltrangliste.
"Ich habe das Gefühl, dass mein Spiel in sehr gutem Zustand ist. Ich bin sehr zuversichtlich, aber ich weiß, dass es hart wird.
Ich bin es nicht gewohnt, so viele Spiele zu verlieren, wie ich es in den nächsten Wochen vielleicht tun werde. Ich denke, das wird mich als Person prägen, insbesondere wieder aus der Saison heraus komme, aber ich werde bereit sein."

Der siebenmalige Premier-League-Champion Van Gerwen holte sich in Newcastle den Sieg und bezwang seinen Landsmann Van Veen - ein perfekter Start in die Saison 2026.
Van Gerwen konnte in der letzten Saison keinen einzigen Tages- Sieg verbuchen, doch er lässt sich vor seinem Viertelfinalspiel gegen Josh Rock, der in Antwerpen seine ersten Punkte holen will, nicht zu sehr mitreißen.
"Die Premier League ist immer eine Achterbahnfahrt, deshalb muss man Woche für Woche Leistung bringen", erklärte der niederländische Superstar.
"Ich war schon mal in der Situation, drei Abende hintereinander gewonnen zu haben und danach schlecht zu spielen. Deshalb muss ich konzentriert bleiben und den Schwung beibehalten.
Die Leute wissen, was ich kann. Ich muss Erklärungen mehr abgeben. Immer noch will mich jeder schlagen, aber noch wichtiger ist, dass ich sie immer noch schlagen will.
Es gibt noch viel Verbesserungspotenzial, und solange ich das im Hinterkopf behalte, ist alles möglich."

Van Veen seinerseits trifft im Viertelfinale auf Gerwyn Price. Der European Champion will an seine beeindruckende Premier League Debüt am vergangenen Donnerstag anknüpfen.
Der Vizeweltmeister zeigte in Newcastle zwar nicht seine beste Leistung, konnte aber dank Siegen gegen Littler und Jonny Clayton drei Punkte aus dem Nordosten Englands mitnehmen.
Gegen Price steht ihm eine harte Prüfung bevor. Price spielte am Dienstag beim zweiten Players Championship in Hildesheim einen beeindruckenden Turnierdurchschnitt von fast 106.
"Zu wissen, dass ich selbst dann ein Finale erreichen kann, wenn ich nicht in Bestform bin, gibt mir unheimlich viel Selbstvertrauen", erklärte Van Veen, der im September seinen ersten Sieg gegen Price auf der European Tour feierte.
"Ich habe mich als Spieler enorm weiterentwickelt, und ich denke, dieser erste Sieg gegen ihn war wirklich nötig. Den habe ich letztes Jahr in Prag errungen.
Jetzt weiß ich, was ich brauche, um ihn zu schlagen, und das gibt mir viel mehr Selbstvertrauen für morgen."
Daneben wird in den Viertelfinalen noch der Sieger von 2021, Clayton, auf Stephen Bunting treffen - ein Duell zweier ehemaliger Masters-Champions.
Clayton erzielte bei seiner Rückkehr in die Premier League am vergangenen Donnerstag einen Durchschnitt von 109,81. Er schlug Debütant Rock, bevor er im Halbfinale gegen Van Veen ausschied.
Bunting verlor in den Viertelfinalen mit 2:6 gegen Van Gerwen, obwohl er gut ins Spiel gestartet war.
Viertelfinal-Paarungen Zweiter Abend:
Luke Littler v Luke Humphries
Michael van Gerwen v Josh Rock
Jonny Clayton v Stephen Bunting
Gerwyn Price v Gian van Veen