Swiss Darts Trophy - Bericht Finaltag

CLAYTON SCHLÄGT HUMPHRIES UND GEWINNT SWISS DARTS TROPHY
Jonny Clayton sicherte sich seinen ersten PDC-Ranglistentitel seit über einem Jahr - er gewann am Sonntag das Finale der Swiss Darts Trophy mit 8:4 gegen Luke Humphries.

Clayton ist der dritte, unterschiedliche Sieger des Turniers in der St. Jakobshalle. Er sich die 35.000 Pfund Sieg Prämie und qualifizierte sich damit endlich doch noch für den Grand Slam of Darts. Der Waliser beendete das Turnier mit einem Gesamtdurchschnitt von 102,69 und holte sich seinen vierten Titel auf der European Tour sowie seinen ersten Ranglistensieg seit Mai 2025.

"Ich bin überglücklich darüber", gab Clayton zu, der mit diesem vierten European-Tour-Titel mit Phil Taylor und Nathan Aspinall gleichzog. "Es war ein großartiges Spiel an dem ich beteiligt war. Wenn man solche Trophäen gewinnen will, muss man Spieler wie Luke schlagen. Es ist immer schön, eine Trophäe zu gewinnen. Wenn es einem gegen so einen Mann gelingt - mir fehlen einfach die Worte. Er ist absolut fantastisch, ein guter Freund und was für ein Spieler. Er hat an diesem Wochenende großartig gespielt, und ich denke, ich habe mich auch ganz gut geschlagen. Gott sei Dank bin ich beim Grand Slam dabei!"

Clayton startete mit einem herausragenden Durchschnitt von 108,81 in das Turnier in Basel und besiegte Maik Kuivenhoven deutlich, bevor er sich anschließend gegen Rob Cross durchsetze, der selbst einen Durchschnitt von über 106 Punkten spielte, und zog in die Viertelfinale ein. Der ehemalige World-Grand-Prix-Sieger schlug dann Karel Sedlacek ziemlich mühelos mit 6:2, bevor er mit einer weiteren Glanzleistung und einem Durchschnitt von 105 Gian van Veen mit 7:4 aus dem Turnier warf.
Das Finale gegen Humphries war eine Neuauflage des Duells bei den Belgian Darts Open im März. Beim explosivem Auftakt lieferten sich die Spieler einen Schlagabtausch, wobei Humphries in den ersten drei Legs Chancen vergab, sich die Legs gegen den Wurf zu holen. Dann wehrte Clayton sechs perfekter Darts seines Gegners, warf einen 11-Darter mit dem Wurf und ging mit 3:2 in Führung. Das entscheidende Break gelang ihm im zehnten Leg - nachdem Humphries beim Versuch, ein 164er-Finish zu treffen, zum zweiten Mal das Bullseye knapp verfehlt hatte, nutzte Clayton seine Chance und zog auf 6:4 davon. Claytons Treffsicherheit auf den Doppeln war am Ende entscheidend - er verwandelte 62 Prozent seiner Doppel Versuche, während Humphries nur auf 22 Prozent kam. Er beendete das Spiel mit einem 12-Darter und sicherte sich die Trophäe. Der Titel sichert ihm nicht nur die Teilnahme am Grand Slam of Darts im November, sondern bringt ihn auch zurück auf Platz fünf der Weltrangliste, wo er James Wade überholt.

Der Weltranglistenzweite war mit einem Sieg im Entscheidungsleg über Kevin Doets - der einen 105.64 Durchschnitt spielte - ins Turnier eingestiegen, ehe er beim 6:0 Sieg gegen Krzysztof Ratajski Geschichte schrieb. Humphries spielte einen Rekord-Durchschnitt von 114,15 - wobei er nur einen Dart auf die Doppel-Fünf vergab, um den Allzeit-Rekord der European Tour einzustellen - und fegte die polnische Nummer eins auf dem Weg ins Viertelfinale förmlich von der Bühne. Dort spielte der Weltmeister von 2023/24 beim 6:3 Sieg über Cristo Reyes zum dritten Mal in Folge einen Durchschnitt von über 100 Punkten und er zeigte auch gegen Mensur Suljovic eine weitere überragende Leistung, verwarf nur einen einzigen Dart auf die Doppel und zog mit einem Durchschnitt von 111,17 ins Finale ein, wo er sich schließlich Clayton geschlagen geben musste.

"Ich finde, Jonny war unglaublich", sagte Humphries, der seinen zehnten European-Tour-Titel knapp verpasste. "Nach dem Gewinn des World Grand Prix kam ich an diesem Wochenende hierher und dachte mir: Alles Weitere ist ein Bonus - wenn ich entspannt bin, bin ich gefährlich. Ich glaube, die beiden besten Spieler des Turniers standen im Finale. Ich bin stolz auf Jonny; er ist ein fantastischer Kerl und ein fantastischer Freund - ich freue mich für ihn, dass er gewonnen hat."

Der Österreicher Suljovic erreichte erstmals seit über fünf Jahren das Halbfinale eines European-Tour-Turniers und besiegte auf seinem Weg dorthin den zweifachen European-Tour-Sieger Ross Smith sowie den World-Matchplay-Halbfinalisten Dirk van Duijvenbode.

Van Veen komplettierte die Letzten Vier, er zog zum dritten Mal 2026 in die Halbfinale eines European-Tour-Events eingezogen war - auch wenn der niederländischen Nummer eins ein Titel auf dem Circuit weiter verwehrt blieb.

Reyes, der vor dem Wochenendes noch außerhalb der Qualifikationsränge für die Europameisterschaft lag, verbesserte Dank seines Einzugs in die Viertelfinale die Chancen auf seine erste Teilnahme in Dortmund seit 2018 deutlich.
Spaniens bester Spieler - der sich seine Tour Card erst im Januar zurückgeholt hatte - setzte sich gegen Cameron Menzies, Ryan Searle und Damon Heta durch und erreichte damit sein zweites European-Tour-Viertelfinale in diesem Jahr.

Die tschechische Nummer 1 Sedlacek, die das Wochenende weit entfernt von einem vorläufigen Startplatz für Dortmund begonnen hatte, ist nach seinem Einzug ins Viertelfinale jetzt nur noch einen Platz entfernt von der Qualifikation - er schaltete er unter anderem den Pro Tour-Spitzenspieler Wessel Nijman sowie Josh Rock aus.

Bradley Brooks erreichte sein erstes European Tour Viertelfinale - er besiegte unter anderen Chris Dobey und Jeffrey de Graaf -, während Dirk van Duijvenbode durch Siege über Michael Smith und Wade ebenfalls unter die letzten Acht einzog.

Die European-Tour-Saison 2026 wird am kommenden Wochenende mit dem 15. und letzten Turnier des Jahres fortgesetzt. Vom 16. bis 18. Oktober findet in Maastricht die Dutch Darts Championship statt.






Kontakt © Global Darts. All Rights Reserved. Impressum