Flanders Darts Trophy - Bericht Finaltag

WADE SCHLÄGT SMITH UND GEWINNT FLANDERS DARTS TROPHY
James Wade holte sich am Sonntag in Antwerpen seinen ersten European-Tour-Titel seit zehn Jahren - er schlug Ross Smith im Finale mit 8:4 und gewann die Flanders Darts Trophy 2026 gewann.

Wade - der sich seinen ersten Titel auf der European-Tour-Bühne seit dem European Darts Matchplay 2016 holte - verwehrte Smith dessen dritten European-Tour-Titel des Jahres.
Der Weltranglistensechste, der erst im vergangenen Monat das Australian Darts Masters gewonnen hatte, startete mit einem 6:2-Sieg über den Kanadier Jim Long ins Turnier. Nach seinem brillanten 6:5 Sieg in der dritten Runde über den ehemaligen Weltmeister Rob Cross stürmte Wade zum 6:0 Sieg über Danny Noppert und zog unter die Letzten 4 ein. Dort schlug er Damon Heta mit 7:4 und traf auf dem Weg zum Sieg drei Finishs von über 100 Punkten. Im Finale traf der 43-Jährige dann auf Smith, der seinen dritten European-Tour-Titel innerhalb weniger Monate anstrebte.
Die Anfangsphase der Partie war ein offener Schlagabtausch, bevor Wade drei Legs in Folge gewann und mit 4:2 in Führung ging. Smith schlug im siebten Leg zurück - der 37-Jährige spielte ein brillantes 150 Checkout und verkürzte den Rückstand auf ein Leg. Gegen Ende der Partie zeigte Wade seine derzeit hervorragende Form, gewann vier der letzten fünf Legs und beendete das Spiel mit einem exzellenten 14-Darter.

"Es ist ziemlich einfach, im Finale gegen ,Smudger' zu spielen", scherzte Wade und würdigte dabei den ehemaligen Europameister. "Ich beobachte Ross, seit er ein junger Mann war. Wäre seine Mutter jetzt hier, wäre sie unglaublich stolz auf ihn. Sie hat mir immer erzählt, wie großartig er einmal sein würde - und er hat all das übertroffen, was seine Mutter ihm je zugetraut hätte. Er kann stolz auf sich sein, denn es ist ein Privileg, die Bühne mit einem Mann wie ihm zu teilen."
Wade, der schon 2012 bei den Austrian Darts Open im ersten Finale der European Tour gestanden hatte, äußerte sich zu diesem lang ersehnten Sieg auf der Turnierserie.
"Ich hatte schon einige kleinere Erfolge auf der European Tour und ich freue mich riesig über diesen Sieg", fügte der Linkshänder hinzu. Zum Glück gibt es nicht viele Spieler wie ihn [Smith]. Ich habe heute genug geleistet - vielleicht dauert es wieder zehn Jahre, bis ich das nächste Mal gewinne!"

Smith, der seine Führung in der Rangliste für die European Championship ausbauen wollte, scheiterte im Finale am Sonntag, konnte aber dennoch auf ein weiteres erfolgreiches Wochenende auf belgischem Boden zurückblicken.
Der 37-Jährige startete am Samstag mit einem 6:2-Sieg gegen Jeffrey de Graaf ins Turnier, bevor er sich sowohl gegen Gerwyn Price als auch gegen Ryan Joyce im Entscheidungsleg durchsetzte und ins Halbfinale einzog. Dort triumphierte Smith zum dritten Mal im Entscheidungsleg - er schlug den amtierenden European Champion Gian van Veen. Er kämpfte sich vom 3:5-Rückstand zurück und überstand zwei Matchdarts seines Gegners.

"Ich war heute nicht in Bestform, im Finale habe ich wahrscheinlich am besten gespielt", erklärte Smith. "Ich hatte auch etwas Glück, aber Wadey lässt einen nicht einfach so davonkommen - ich bewundere ihn. "Er ist absolute Klasse, ein echter Kämpfer - es ist eben James Wade. Er hat diesen Sieg zu 100 Prozent verdient."

Van Veens Weg ins Halbfinale begann mit einem souveränen 6:3-Sieg über Gabriel Clemens. Danach setzte er sich in einem Entscheidungsleg gegen seinen Landsmann Kevin Doets durch und besiegte in den Viertelfinalen Chris Dobey mit 6:3.
Heta überstand seinerseits in seinen ersten beiden Partien Entscheidungslegs gegen Beau Greaves und Michael van Gerwen, bevor er durch Siege über Luke Woodhouse und Nathan Aspinall den Einzug unter die letzten Vier schaffte.
Ryan Joyce behauptet sich in der dritten Runde gegen einen hartnäckigen Jermaine Wattimena und schlug ihn mit 6:5, während Noppert in derselben Runde seinen Landsmann Wessel Nijman besiegte.

Die European-Tour-Saison 2026 wird im Oktober fortgesetzt - vom 9. bis 11. Oktober finden die Swiss Darts Trophy (ET14) in Basel statt.

Nach Abschluss des Turniers an diesem Wochenende steht das 32 Spieler umfassende Teilnehmerfeld für den World Grand Prix fest, während der Kampf um die Qualifikation für die European Championship in die nächste Phase geht - dort stehen noch zwei Turniere aus.






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