Die European Championship beginnt am Donnerstag und die 32 besten Spieler des European-Tour-Rankings 2026 werden in der Dortmunder Westfalenhalle um den Titel kämpfen.
Titelverteidiger Gian van Veen will seinen Titel auf deutschem Boden verteidigen. Ebenfalls im Rampenlicht stehen die Nummer eins der Welt, Luke Littler, sowie der Vorjahresfinalist Luke Humphries.
Bei der diesjährigen Ausgabe des Turniers - die vom 22. bis 25. Oktober stattfindet - kämpfen die größten Namen des Sports um die 150.000 Pfund Preisgeld für den Sieger. Mit dabei ist auch der an Nummer eins gesetzte ehemalige Champion Ross Smith.
Die erste Runde wird am von Donnerstag- und am Freitag-Abend ausgetragen. Der Sieger von 2022, Ross Smith, beginnt sein Turnier am ersten Abend gegen die tschechische Nummer eins, Karel Sedlacek.
Smith sicherte sich den Spitzenplatz in der diesjährigen European-Tour-Rangliste nach einer herausragenden Saison auf dem Kontinent mit Siegen in Riesa und Budapest.
Am Donnerstag steht zudem der amtierende Champion Gian van Veen im Fokus, der bei seiner Rückkehr in die Westfalenhalle auf Andrew Gilding, den UK-Open-Sieger von 2023, trifft.
Van Veen - Finalist bei den Poland Darts Open im Februar - beendete die Saison mit drei Halbfinalteilnahmen in Folge. Zudem erzielte er am vergangenen Wochenende in Maastricht einen neuen European-Tour-Rekord-Average von 120,24 Punkten.

"Die letzten Wochen und Monate lief es deutlich besser als zu Beginn des Jahres", betonte die niederländische Nummer eins.
"Besonders der 120 Durchschnitt am vergangenen Wochenende - auch wenn es nur über sechs Legs war - gibt meinem Selbstvertrauen einen enormen Schub. Die harte Arbeit zeigt sich, wenn ich auf der Bühne stehe.
Es wird etwas ganz Besonderes, nach dem letzten Jahr zurück in Dortmund zu sein. Hier habe ich auch vor drei Jahren mein erstes Major-Halbfinale erreicht - es ist also ein Turnier, das mir sehr am Herzen liegt. Den Titel zu verteidigen, würde mir absolut alles bedeuten. Die Trophäe hatte einen besonderen Platz bei uns zu Hause, aber jetzt wird sie uns bald wieder verlassen - ich möchte sie also unbedingt zurückholen, sonst fühlt es sich einfach leer an!"
Vor zwölf Monaten setzte sich Van Veen in einem packenden Finale knapp gegen Humphries durch. Der Weltranglistenzweite Humphries startet am Donnerstag gegen Ryan Searle in das Turnier.
Anfang des Monats kehrte Humphries mit seinem zweiten Triumph beim World Grand Prix auf die Siegerstraße zurück. Nun hofft er, bei seinem sechsten Auftritt in Dortmund an diesen Erfolg anknüpfen zu können.

"Ich glaube nicht, dass der Sport aktuell so ist, dass man einfach so dominieren kann", erklärte der Weltmeister von 2023/24 ein.
"Man muss die Gelegenheiten bei den Turnieren einfach nutzen, wenn sie sich bieten.
Es ist im Dart-Sport momentan sehr eng. Man kann Titel nicht mehr so leicht gewinnen, wie es früher einmal möglich war.
Es gibt so viele Spieler, die auf einem extrem hohen Niveau spielen. Ich werde versuchen, mein Selbstvertrauen mitzunehmen und weiter hart arbeiten, um noch mehr Titel zu gewinnen."
Der zweimalige Champion Rob Cross trifft in einem weiteren hochkarätigen Duell am ersten Abend auf den Waliser Gerwyn Price, während der Sieger von 2018, James Wade, gegen die australische Nummer 1 Australier, Damon Heta, antritt.
Daneben spielt der frischgebackene Sieger der Dutch Darts Championship, Niels Zonneveld, gegen Cameron Menzies - den einzigen Schotten im diesjährigen Teilnehmerfeld. Das niederländische Duo Danny Noppert und Dirk van Duijvenbode bekommt es mit Stephen Bunting beziehungsweise Luke Woodhouse zu tun.
Weltmeister Littler ist am Freitagabend der große Publikumsmagnet. Das junge Ausnahmetalent hat ein klares Ziel: Er möchte sich den einzigen großen TV-Titel sichern, der ihm noch in seiner Sammlung fehlt.
Littler gewann zwei der drei European-Tour-Events, an denen er 2026 teilnahm. Der 19-Jährige trifft in der ersten Runde auf den Iren William O'Connor - es geht um den Einzug in die zweite Runde.
Der viermalige Champion Michael van Gerwen trifft in einem weiteren hochkarätigen Duell auf seinen Landsmann Kevin Doets, auch Josh Rock und Chris Dobey werden aufeinandertreffen.
Der Sieger der Swiss Darts Trophy, Jonny Clayton, bekommt es mit dem Lokalmatadoren Niko Springer zu tun, und die deutsche Nummer eins, Martin Schindler, steht vor einer schwierigen Aufgabe gegen den an Nummer zwei gesetzten Wessel Nijman.

"Ich befinde mich momentan nicht in meiner besten Phase, ich muss um jeden Sieg kämpfen", räumte Schindler ein, der sich erst in Maastricht in letzter Sekunde für das Turnier qualifiziert hatte.
"Auf der European Tour lief es für mich einige Monate lang nicht rund, aber ich habe nie an mir gezweifelt.
Ich habe weiter an mich geglaubt - und auch wenn es zunächst nicht klappte, habe ich der Angst ins Auge geblickt und am Ende gewonnen."
In den weiteren Partien am Freitag trifft der an Nummer sechs gesetzte Nathan Aspinall auf den zurückgekehrten spanischen Star Cristo Reyes. Polens Nummer 1 Krzysztof Ratajski spielt gegen Dave Chisnall und Ryan Joyce eröffnet den Abend gegen Jermaine Wattimena, den Finalisten von 2024.
Die zweite Runde findet am Samstag in zwei Sessions statt. Am Sonntagnachmittag folgen die Viertelfinale, bevor am Abend die Halbfinale und das Finale ausgetragen werden.