UK Open 2026 - Der zweite Tag

Der zweite Tag der UK Open begann etwas später. Es wurden nur noch zwei Runden ausgetragen - eine in jeder der beiden Sessions. In der fünften Runde wurden nur noch vier Boards bespielt, in der sechsten dann nur noch die Haupt- und die Nebenbühne - es war deutlich übersichtlicher!

Auch der Presseraum war in diesem Jahr wieder einmal von den Umbaumaßnahmen betroffen - während wird uns letztes Jahr in einem Bau Container hinter dem Sky Pavillon zusammenquetschten, war der Presseraum in diesem Jahr direkt rechts neben der zweiten Bühne zu finden. Platz war dieses Mal genug und laute Musik bekamen wir auch noch mitgeliefert. Allerdings wurde das Licht während der Sessions immer stark heruntergedimmt. Da wir im Pressraum immer per TV die Hauptbühne übertragen bekamen, nebenan aber live die zweite Bühne bespielt wurde, war etwas verwirrend .

Leider überstand keiner der vier deutschen Spieler die fünfte Runde. Martin Schindler verlor auf der großen Bühne mit 7:10 gegen Gary Anderson, der einfach zu stark für ihn war. Ähnlich erging es Gabriel Clemens, der gegen James Wade einfach nicht mithalten konnte und mit 2:10 unterging.
Dominik Gruellich kämpfte gegen Josh Rock, aber auch er verlor mit 7:10 und Kai Gotthardt hielt nur ein paar Legs mit Michael van Gerwen mit und wurde mit einer 6:10 Niederlage nach Hause geschickt. Alle haben nicht wirklich schlecht gespielt, aber Richtung Top Spieler ist einfach noch ziemlich Platz nach oben.

Aber das war bei anderen Spielern ganz ähnlich - Darryl Pilgrim verlor gegen Clayton, Mensur Suljovic gegen Bunting, gegen den er sich ganz offensichtlich auch nicht viel ausgerechnet hatte - er nahm die 2:10 Klatsche doch gefasst an. Für Oskar Lukasiak war gegen Krzysztof Ratajski auch nicht unerwartet Endstation. Wie für die Deutschen war auch für den Schweden das Erreichen der fünften Runde schon ein großer Erfolg.
Wessel Nijman stieß gegen den so viel erfahreneren und gerade auch wirklich gut spielenden Gerwyn Price an seine Grenzen - es wurde nicht das spannende Spiel, dass man sich erhofft hatte, Nijman schien auch in den letzten paar Legs aufzugeben, da kam nicht mehr viel von ihm.

Kevin Doets hingegen kämpfte und Luke Littler konnte ihn erst einmal nicht abschütteln. Am Ende gewann Littler aber doch mit 10:8. Das Spiel zwischen Mike de Decker und Rob Cross war ein Beispiel dafür, dass ein Spiel erst gewonnen ist, wenn der letzte Dart geworfen ist. De Decker lag sehr sehr lange in Front, bevor Cross dann Schritt für Schritt immer näherkam, zum 9:9 ausgleichen konnte und sich dann das letzte Leg zum Sieg unter den Nagel riss. Cross ist im Augenblick wirklich gut in Form.
Ziemlich dramatisch verlief auch das Spiel zwischen Ryan Searle und Michael Smith, das Searle am Ende gerade so mit 10:9 gewinnen konnte. Warum Keane Barry gegen Ryan Joyce gewonnen hat, kann ich nicht sagen, ich hatte nur den Anfang des Spiels gesehen, weil ich lieber die deutschen Spieler sehen wollte. Luke Humphries hatte absolut keine Probleme gegen Dave Chisnall und zog mit einem 10:4 Sieg in die sechste Runde ein. Ähnlich souverän war auch Danny Noppert, der Peter Wright auf der Nebenbühne mit 10:2 besiegte.

In der fünften Runde gab es eigentlich keine Überraschungen, das änderte sich am Abend in der sechsten Runde, die nach Ende der fünften Runde live auf der Hauptbühne ausgelost wurde, deutlich und auch einige der Premier League Spieler, die bisher fehlerfrei gewesen waren, schieden aus.
Auf der zweiten Bühne war für Daryl Gurney, der bisher gut gespielt hatte, war gegen den sehr entschlossen wirkenden Rob Cross Endstation und auch Ryan Searle war im anderen Spiel ohne Premier League Beteiligung Krzysztof Ratajski einfach nicht gewachsen.
Die beiden Waliser Jonny Clayton und Gerwyn Price spielten ebenfalls auf der zweiten Bühne - und beide kamen weiter. Während Clayton gegen Lukeman ziemlich unbedrängt gewinnen konnte, schaute es für Gerwyn Price gegen Keane Barry lange nach einer Niederlage aus. Aber irgendwann gelang es Gezzy dann doch etwas zuzulegen während Barry etwas zu wackeln begann und Price schnappte sich das Entscheidungslieg zum knappen 10:9 Sieg. Als Belohnung werden die beiden Waliser in den Viertelfinalen aufeinandertreffen.

Auf der Hauptbühne standen bei dieser Abend-Session die ganz großen Namen. Es begann mit Gary Anderson gegen Luke Littler und Anderson schien irgendwie nicht mehr ganz bei der Sache zu sein. Er spielte nicht mehr so gut wie in seinen vorherigen Spielen während Littler ziemlich aufdrehte und die etwas einseitige Partie mit 10:5 gewinnen konnte.
Noch einseitiger war freilich das Spiel zwischen dem bis dorthin eigentlich überzeugenden Michael van Gerwen. Dem Niederländer waren irgendwie die Doppel abhandengekommen. Der ohnehin etwas besser spielenden Wade nutzte die Chancen gnadenlos und putzte van Gerwen mit 10:3 herunter.
Auch die beiden Premier League Spieler am Ende der Premier League Tabelle Stephen Bunting und Josh Rock standen sich auf der Hauptbühne gegenüber. In der Premier League konnte Rock bisher kein einziges Spiel gewinnen und damit auch keinen Punkt. Hier bei den UK Open scheint sich Rock aber deutlich wohler zu fühlen und er konnte sich mit 10:7 gegen Bunting durchsetzen. Und dann gab es da noch Luke Humphries gegen Danny Noppert. Humphries war wirklich gut ins Turnier gestartet, aber ähnlich wie Gary Anderson war er nie wirklich gegen Noppert im Spiel. Vielleicht war er auch einfach müde, schließlich waren die Premier League Spieler direkt von der Premier League in Cardiff nach Minehead gekommen - schon ziemlich anstrengend. Auf jeden Fall lief es für Humphries gegen Noppert nicht wirklich, vor allem nicht auf den Doppeln. Es war ein für ihn frustrierendes Spiel und anscheinend hatte er an diesem Abend nicht die Kraft, sich durchzubeißen. Noppert siegte völlig zu Recht mit 10:6.

Nach dem zweiten Tag der UK Open waren noch vier Premier League Spieler, zwei Spieler aus den Top 16, ein ehemaliger Weltmeister und die polnische Nummer 1 Krzysztof Ratajski im Turnier. Immer noch nicht ist klar, wer gewinnen wird, aber ein Finale zwischen den beiden Lukes wird es mit Sicherheit nicht geben.











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