UK Open 2026 - Frauen bei den UK Open

Die UK Open der PDC werden seit 2003 ausgetragen und tatsächlich standen bereits bei der ersten Auflage des Turniers gleich zwei Frauen am Oche. Deta Hedman, die zu diesem Zeitpunkt in der PDC spielte, war die eine davon. Die andere - und das ist weniger bekannt - war Crissy Manley. Crissy Manley, geborene Howatt, ist die Frau von Peter "One Dart" Manley und trägt den passenden Spitznamen "Two Dart". Manley, geboren 1959 und damit genauso alt wie Hedman, gewann in den Jahren von 1995 - 2003 zahlreiche WDF und BDO Turniere, darunter gleich vier Mal die British International Classic und war bei den Frauen eine Zeit lang die Nummer 1 der Welt. Bei der BDO Weltmeisterschaft stand sie zwei Mal in den Halbfinalen und verlor beide Male gegen Trina Gulliver, bei den Winmau World Masters erreichte sie 2003 das Finale - und verlor auch dort gegen Trina Gulliver. Die UK Open hat sie nur 2003 gespielt und sie verlor in der ersten Runde mit 2:5 gegen Wayne Atwood. Manley spielt auch heute noch Turniere, ab und zu nimmt sie auch an einem Event der Women's Series teil. Dort stand sie 2023 einmal in den Viertelfinalen und verlor gegen Beau Greaves.
Hier Links zu Videos mit Manley in den Halbfinalen der BDO Weltmeisterschaft 2001 und bei einem Turnier der Women's Series.

Deta Hedman hat mehrmals an den UK Open teilgenommen. Für die erste Austragung des Turniers hatte sie sich als Siegerin des Frauen Turniers der Las Vegas Desert Classic qualifiziert. Hedman verlor gleich ihr Vorrundenspiel gegen Paul Hogan. 2004 war sie zurück - und verlor wieder gleich ihr erstes Spiel. Im dritten Anlauf 2005 spielte sie sich unter die Letzten 64 und verlor dort gegen Wayne Atwood. Bei diesem Turnier schrieb sie dennoch Geschichte - sie war die erste Frau, die bei einem PDC Major ein Spiel gewinnen konnte und die erste Frau, die vor TV-Kameras einen Mann schlug. Über Hedman braucht man nicht allzu viel sagen, sie hat mehr oder weniger jedes WDF und BDO Turnier für Frauen mindestens einmal gewinnen können - bis auf die BDO Weltmeisterschaft. 2025 holte sie dann aber endlich - wenn auch bei der WDF - den Weltmeistertitel. Hedman war in den ersten Jahren der Turnier-Serie bei vielen Women Series Events dabei und ist inzwischen sie zurückgekehrt.

Es folgten einige "frauenlose" Jahre bei den UK Open, bis sich 2008 Anastasia Dobromyslova über einen Amateur Qualifier für das Turnier qualifizieren konnte. Zu dieser Zeit war die Russin auf dem Höhepunkt ihrer bisherigen Karriere und es wurde viel darüber geredet, ob sie nicht vielleicht zur PDC wechseln würde. Sie spielte auch eine Weile auf dem PDC Circuit, aber größere Erfolge konnte sie keine feiern und kehrte nach zwei Jahren zur BDO zurück. Bei den UK Open verlor sie in ihrem ersten Spiel gegen Robert Thornton. Mehrmals versuchte sie sich an der Qualifying School - ohne Erfolg. Dann durfte Dobromyslova als Russin nicht mehr zu Turnieren antreten. Seit 2022 spielt sie unter neutraler Flagge - auch immer wieder einmal auf der Women's Series - und konnte sich tatsächlich 2024 für das Women's World Matchplay qualifizieren, wo sie aber ihr erstes Spiel gegen Fallon Sherrock verlor.

Wieder gab es frauenlose Jahre bis 2020 wieder zwei Frauen bei den UK Open am Oche standen - Fallon Sherrock und Lisa Ashton. Sherrock qualifizierte sich wie Dobromyslova über einen Amateur Qualifier, Ashton war zu dieser Zeit Tour Card Inhaberin und über den Order of Merit qualifiziert. Ebenso wie Dobromyslova war auch Sherrock zu dieser Zeit auf dem Höhepunkt ihrer bisherigen Karriere - sie hatte 2019 bei der PDC Weltmeisterschaft als erste Frau überhaupt gleich zwei Männer geschlagen - erst Ted Evetts und danach auch noch Mensur Suljovic - aber bei den UK Open verlor sie in der ersten Runde gegen Kyle McKinstry. Sherrock versuchte sich ebenfalls mehrmals an der Qualifying School, aber bisher ohne Erfolg. Erfolgreicher ist sie auf der Women's Series, auf der sie einige Events gewinnen konnte und über die sie sich auch jedes Jahr zum Women's World Matchplay qualifiziert, das sie 2022 gewann.


Lisa Ashton hingegen war als erste Frau zwei Jahre lang im Besitz einer Tour Card, aber insgesamt nicht erfolgreich genug, so dass sie sie wieder zurückgeben musste. Auch Ashton spielt auf der Women's Series und konnte 2025 das Women's World Matchplay gewinnen, Ashton hat die WDF/BDO Weltmeisterschaft vier Mal gewonnen - Sherrock bisher noch nicht. Beiden Frauen - und auch Dobromyslova vor ihnen - ist gemeinsam, dass sie ein bisschen zwischen PDC und WDF stehen - sicher keine einfache Situation. 2021 nahm Ashton noch einmal als Tour Card Inhaberin an den UK Open teil und erreichte die dritte Runde.


2026 wird jetzt zum zweiten Mal Beau Greaves bei den UK Open antreten. Greaves hat ähnlich wie Dobromyslova und Sherrock vor ihr zahllose Titel bei der WDF gesammelt, ist dreimalige WDF Weltmeisterin. 2025 spielte sie auf der Women's Series, der Challenge Tour und der Development Tour und sicherte sich als zweite des Development Tour Orders of Merit eine Tour Card. Über den Development Tour Order of Merit qualifizierte sie sich auch letztes Jahr für die UK Open und erreichte die dritte Runde, wo sie von Luke Humphries geschlagen wurde. In diesem Jahr hat sie sich über den PDC Order of Merit qualifiziert und wird in der zweiten Runde auf der Hauptbühne gegen Darryl Pilgrim antreten. Greaves hat erst neulich auf der Pro Tour einen Neun-Darter geworfen und sich bisher auch auf der Pro Tour insgesamt respektabel geschlagen, besser als viele der männlichen Tour Card Neulinge - sie hat durchaus Chancen, bei diesem Turnier als erste Frau über die dritte Runde hinauszukommen, wenn die Auslosung ihr nicht die höchsten Hürden in den Weg stellt.











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